Aktuelles

Schierker Erklärung des Waldbesitzerverbandes Sachsen-Anhalt vom 10 Juli 2020

Unsere Wälder erleben zurzeit eine Katastrophe. Seit Sommer 2017 haben Stürme,
Dürre, Brände, Borkenkäfer und andere Schädlinge die schlimmsten Schäden in
Sachsen-Anhalts Wäldern seit 200 Jahren hervorgerufen. Wälder und
Waldeigentümer sind Opfer des auch menschengemachten Klimawandels. Die
Katastrophe macht deutlich, wie verletzlich das Ökosystem Wald ist, und wie sehr es
auf die nachhaltige Arbeit der Waldbewirtschafter ankommt, wenn die Wälder
erhalten werden sollen.


Ein klimaneutrales Europa, nach Vorstellungen des „Green Deals“, wird nur mit
einem intakten Cluster Forst & Holz gelingen. Der Wald ist ein wesentlicher und
unverzichtbarer Teil der Lösung, und die Branche ist schon jetzt ein vorbildliches
Beispiel für eine nachhaltige Wertschöpfung. Die Bundesregierung hat dies erkannt
und im Jahr 2019 rund 800 Millionen Euro Fördermittel auf den Weg gebracht.
Leider können wir derzeit keine Entwarnung geben. Die Holzmärkte sind seit 2
Jahren eingebrochen, ja vielerorts nicht existent. Damit können die Waldeigentümer
weder Waldschutz noch Wiederaufforstung bezahlen. Somit können sie ihrem
Wunsch und der gesetzlichen Pflicht, den Wald zu erhalten, nicht nachkommen!


Darüber hinaus hat die Corona-Pandemie erhebliche Auswirkungen auf die Märkte
des Clusters Forst & Holz. Die Nachfrage in der Möbel- und Verpackungsindustrie
sowie im Bausektor ist erheblich zurückgegangen. Grenzschließungen und
Einschränkungen in Transport und Logistik tragen ihren Teil zur Marktstörung bei.
Die Wirtschaftskrise trifft auch das nachhaltige Cluster Forst & Holz erheblich.


Die Wälder Sachsen-Anhalts mit ihren vielfältigen Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen
sind in höchster Gefahr!


Der die privaten, kommunalen und kirchlichen Waldeigentümer vertretende
Waldbesitzerverband Sachsen-Anhalt, hat deshalb folgenden Maßnahmenplan
erstellt. Dieser benennt strukturelle forstpolitische Defizite und kurzfristige
Maßnahmen, sowie notwendige strategische Veränderungen für ein besseres
Krisenmanagement:

● Sofortige Einrichtung ressortübergeifender Einsatz- und Krisenstäbe auf
Landesebene zwecks Abstimmung der notwendigen Maßnahmen

Erstellung eines Aktionsplanes zur Wiederaufforstung und zum
Walderhalt in ganz Sachsen-Anhalt

Ausgleichs und Ersatzmaßnahmen im Wald. D.h. Wiederaufforstung, mit
Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen auf geschädigten und devastierten Waldflächen

Honorierung der Klimaschutzleistung des Waldes:

Das Cluster Forst & Holz leistet als einziger Wirtschaftszweig mit einer
jährlichen Senken- und Speicherleistung von rund 127 Millionen Tonnen CO2
einen zentralen Beitrag zum Klimaschutz. Diese Leistung ist für den
Klimaschutz und das Erreichen der Klimaschutzziele Deutschlands
unverzichtbar, wird jedoch nicht honoriert. Mit der Einführung einer
Leistungsvergütung für die anerkannte CO2-Senkenleistung des Waldes,
hätten die Forstbetriebe und Waldbesitzer auch in Krisenzeiten, etwa bei
wegbrechenden Erlösen aus der Holzvermarktung, ein wichtiges Instrument
der Einkommensdiversifizierung. Auch steigert der durch den Klimawandel
notwendige Baumartenwechsel stetig die Kosten. Der Erhalt von gesunden
und wuchskräftigen Wäldern und damit ihrer Klimaschutzleistung erfordert
einen immer höheren Aufwand. Der Wald und alle damit verbunden
Ökosystemleistungen können nur durch eine nachhaltige
Waldbewirtschaftung erhalten werden. Dafür muss sich die Landesregierung
auf Bundes- und Landesebene einsetzen.

Ausgleich der CO2-bedingten Waldklimaschäden

Die Waldschäden sind klimawandelbedingt, der Klimawandel resultiert aus
der CO2Emmission, die Emittenten sind derzeit infolge der CO2-Abgabe zu
Ihren Schädigungen „berechtigt“. Die Geschädigten hingegen (z.B.
Waldbesitzer) werden mit ihren Schäden alleine gelassen. Dies steht letztlich
auch im Widerspruch zum Kyoto-Abkommen und dem Warschauer-
Abkommen.

Die weiteren Ökosystemleistungen, wie Erhaltung von Schutzwäldern,
Wasserschutzwäldern, Artenschutzwäldern, Erholungswäldern etc.,
sind mit der laufenden Förderung in keiner Weise abgegolten. Vielmehr steht
auch der Erhalt dieser Funktionen in Frage, da auch der Erhalt unserer Wälder
in Frage steht. Insoweit ist die Entgeltung der Ökosystemleistungen in dieser
Art auf den Weg zu bringen.

Schaffung eines (Krisen-)Fonds, um Mittel für das Risiko- und
Krisenmanagement direkt zur Verfügung zu stellen

Die Rasanz des Klimawandels macht der gesamten Gesellschaft die
Anfälligkeit der Wirtschaft auf derartige klimatische Umbrüche klar. Dies
betrifft im besonderen Maße auch den Wald. Die Politik ist gefordert,
Rahmenbedingungen für ein wirksames Risikomanagement zu schaffen. Ein
Baustein muss ein Krisenfonds sein, um in nationalen Notfällen die Liquidität
der Waldeigentümer und damit die Ökosystemleistungen des Waldes zu
sichern.


Soforthilfe aus originären Landesmitteln: Die Schäden sind zum
aktuellen Zeitpunkt in einer Höhe von 800 Mio. € gegeben. Daher
fordern wir für den nichtstaatlichen Waldbesitz spürbare
Unterstützung durch das Land:

- Aufkauf von frischem Käferholz durch das Land im
Nichtstaatswald, zumal Kleinprivatwald. Krankes Holz muss aus dem
Wald!

- das Land möge sich für die energetische Verwendung des
Schadholzes einsetzen. Gerade in Ansehung des Endes der
Braunkohle. (aus „Braunkohlehilfen“ die das Land jetzt erhält!)

- zentral koordinierte Abstimmungen mit der regionalen
Holzindustrie über die Übernahme von Holzmengen aus dem Land
(Beendigung der Billigimporte aus CZ)

- Zinslose Überbrückungskredite für Lohnunternehmer und
Waldbesitzer.

- Befreiung d. Waldbesitzer v. Gewässerunterhaltungskosten.
Diese von der Landesregierung sinnwidrig verursachte
Fixkostenbelastung ist jetzt erst recht inakzeptabel.

- Erledigung/Gestaltung aller nötigen, rechtlichen Rahmen-
bedingungen zur schnellstmöglichen Umsetzung obiger Aktivitäten
durch das Land und somit Rechtssicherheit für alle Beteiligten.

- Bereitstellung von hinreichendem Pflanz- und Saatgut für die
Wiederaufforstung! Aufrechterhaltung und Entwicklung der
Landesdarre.

Holzabsatz durch konjunkturelle und rechtliche Maßnahmen
fördern: Der Holzabsatz und die Verwendung des nachhaltig erzeugten
klimafreundlichen Rohstoffs Holz müssen durch wirksame Maßnahmen gefördert
werden. Dazu gehören u.a.:


- eine Holzbauquote von mind. 50 % bei staatlichen Bauaufträgen,
- ein ermäßigter Mehrwertsteuersatz für alle Holzprodukte,
- die Vereinfachung der Produktzulassung und Normung für
Holzprodukte,
- die Förderung und der Ausbau von Holz als Rohstoff für die
Biotechnologie,
- die Novellierung der Bauverordnungen: Ziel = Förderung des Holzbaus,
- die Zulassung des nachwachsenden Rohstoffes Holz als
Regelbrennstoff (Anschlussregelung für Holzheizkraftwerke im
EEG).

Entbürokratisierung aller Förderprogramme z.B. einen Grundbeitrag pro ha
Waldfläche und zusätzlich einen Pauschalbetrag pro ha geschädigter Fläche.

Klares Bekenntnis des Landes zum Erhalt unserer Wälder, zwecks
Ressourcensicherung, Erhalt des CO2-Speichers und Wasserfilters Wald.


Unsere Wälder sind für Sachsen-Anhalt systemrelevant. Sie dürfen nicht zur
politischen oder ideologischen Spielwiese werden. Insoweit geht es für und um
nachhaltige Forstwirtschaft!


Wir fordern nachhaltige Hilfe jetzt!

Schierke den 10. Juli 2020

Waldbesitzerverband Sachsen-Anhalt
Münchenhofstrasse 33, 39124 Magdeburg, Vorsitzender Franz Prinz zu Salm-Salm

Vollkostenrechnung und Förderung für Forstbetriebsgemeinschaften

Sehr geehrte Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaften,

 

Ihnen ist bereits bekannt, dass zum 31.12.20 die Betreuungsverträge durch das Landeszentrum Wald (LZW) gekündigt werden. Diese Kündigung werden Sie bis zum 30.6.20 – also bis zum Ende dieses Monats erhalten.

Gleichzeitig wird Ihnen ein neues Angebot nach Vollkostenrechnung unterbreitet.

Diesen Prozess hat unser Verband begleitet. Wir gehen davon aus, dass insbesondere auch durch die Nutzung der Förderung der Waldpflegeverträge die FBG finanziell abgesichert werden können. Die Hauptarbeit bei diesem Prozess hat unser Vorstandsmitglied Gordon Preetz geleistet. Herr Preetz hat auch die nachfolgende Information erarbeitet.

Sollten Sie Fragen haben, senden Sie uns möglichst eine Mail an die Absenderadresse, weil wir das dann besser bearbeiten können.

Ansonsten bin ich auch an einem Gespräch mit Ihnen interessiert, um mich zu aktuellen Fragen abzustimmen:

0173 2169 050

Mit freundlichen Grüßen

Ehlert Natzke

Stand: 19.06.2020

FORSTLICHE BETREUUNG UND MÖGLICHKEITEN DER FÖRDERUNG FÜR FORSTBETRIEBSGEMEINSCHAFTEN AB 2021

Das Landeszentrum Wald (LZW) und der Waldbesitzerverband für Sachsen-Anhalt e.V. hatten im August 2019 zwei Informationsveranstaltungen auf Schloss Hundisburg durchgeführt, worin u.a. Fördermodelle für Forstbetriebsgemeinschaften vorgestellt wurden. Hinsichtlich der geplanten Einführung von Vollkosten für die Betreuungsentgelte gab es seinerzeit noch keine konkreten Informationen, was sich nun geändert hat. Eine neue „Verordnung über Betreuung des Privat- und Körperschaftswald“ (vom 01.06.2020), die ab 2021 gelten soll, liegt nun vor (siehe auch unten das verlinkte Infoschreiben des LZW).

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Der neue Podcast ist online - Die Corona-Krise trifft auch den Wald

Deutschland und die Welt ist im Corona-Lockdown. Die Virus-Krise lähmt das öffentliche Leben und die Wirtschaft. Und damit auch die Holz- und Forstwirtschaft. Die Waldbesitzer des Landes Sachsen-Anhalt sind dabei besonders leidgeprüft. Nach Stürmen und entsprechenden Schäden im Frühjahr 2018 folgten Dürrejahre und Borkenkäferplage. Und nun auch noch Corona. Darüber reden kann helfen. Darüber informieren auch. In dieser Folge des Landfunk-Podcast sprechen wir mit dem Vorsitzenden des Waldbesitzerverbandes Sachsen-Anhalt über Grundsätzliches – die Lage im Wald und Zukunftsaussichten.

Eberhard Nothmann ist ein echter Forst-Veteran aus dem Südharz, der sich in der Vergangenheit vor allem mit dem Verein “Unser Wald” dem Schutz desselben verschrieben hat. Mit Jugendlichen forstet er auf, animiert Interessierte zum Mitmachen und Mitpflanzen. Doch auch die Arbeit des Vereins ist wegen der Corona-Krise zum Erliegen gekommen.

Und schließlich im Gespräch ist Jörg von Beyme, ebenfalls aus dem Südharz. Dort ist er Waldbesitzer und das Pech klebte in den vergangenen Jahren an seinen Fersen. Denn bei all den Unbilden 2018 und 2019 traf es ihn immer mit am härtesten. Sturmschäden? Jörg von Beymes Wald zeigte heftige Wunden. Borkenkäfer? Der Beyme-Wald war braun – der Schädling leistete ganze Arbeit. Wie er mit den Schicksalschlägen umgeht erzählt er in dieser Podcast-Folge.

Natürlich konnten die Gesprächspartner für den Podcast nicht in einem kleinen Studio zusammenkommen – die geltenden Abstandsregeln verbieten das. Deshalb wurden alle Interviews telefonisch geführt.

Und noch etwas ist anders. Aber das wird hier nicht verraten… einfach reinhören.

 

Jahreshauptversammlung 2020 - „Chancen der Bioökonomie für die Forstwirtschaft in Deutschland“

Im Mittelpunkt unserer Jahreshauptversammlung am 25.04.2020 sollen alte und neue Wege und vor allem Innovationen bei der Holznutzung bzw. bei der Holzverwendung stehen!

Bei der Tagung am 23.10.19 im Bundestag: Unser Wald braucht Zukunft - Wälder schützen, Ressourcen nutzen, Forst- und Holwirtschaft stärken hat Prof. Röder mit seinem Beitrag zu Innovationen bei der Holznutzung und -verwendung auf sich aufmerksam gemacht. Wir haben ihn deshalb dazu eingeladen, bei unserer Jahreshauptversammlung dazu zu sprechen.

Prof. Röder hat sich bereiterklärt dazu einen Vortrag zu übernehmen mit dem Fokus auf besonders innovativen Möglichkeiten der Holznutzung und Holzverwendung - insbesondere in Sachsen Anhalt u. a. mit den Standorten Stendal und Leuna. Das Arbeitsthema für den Vortrag ist: „Chancen der Bioökonomie für die Forstwirtschaft in Deutschland“.
   

Der neue Podcast #2 ist online - Waldgipfel - Waldalltag - Waldfee

Aus aktuellem Anlass und pünktlich zum Waldgipfel 2019 startet nun unser Podcast #2 mit dem Titel - Waldgipfel, Waldalltag und Waldfee. Gäste sind Fee Christiane Brauwers (#jagd_fee), Waldbesitzer Cornelius Meyer-Storck und unser Vorsitzender Franz Prinz zu salm-Salm, der von den aktuellsten Ereignissen des Waldgipgfels in Berlin berichtet. 

 

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Erster Wald-Podcast vom Waldbesitzerverband ist online!

Es ist geschafft!


Die erste Folge unseres verbandseigenen Podcasts zum Thema Wald steht im Netz!

Wir hoffen damit - allgemein verständlich - die Themen Wald und Forstwirtschaft einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Insoweit bitten wir Sie, nicht nur das Ergebnis anzuhören, sondern es in breiten Kreisen weiterzuleiten und zu teilen!

 

 

Wir werden die Folgen  hier auf unserer Verbandshomepage vorstellen. Weiterhin gibt es zur Podcastfolge  eine zugehörige kleine Episoden-Webseite. Dort ist auch ein kurzer Episoden-Text zu finden und auch dort können Sie die Folge  hören. 

Zum Hintergrund und weitere Möglichkeiten den Podcast zu erreichen:

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Förderung

Die Vorträge zu den Schulungsveranstaltungen zum Thema Förderung am 23.08 und 30.08.2019 im Haus des Waldes in Hundisburg befinden sich nun im internen Bereich unserer Homepage.

Zu den Vorträgen

HART ABER FAIR

Eine Sendung mit der Aufforderung vom Moderator, dass Prinz zu Salm-Salm doch in die Politik gehen solle, da er, also Prinz Salm, sich so engagiert und sprachgewaltig für den Wald einsetzen würde. Zur Klarstellung: Der Vorsitzende des WBVSachsen-Anhalt ist seit vielen Jahren in der Politik tätig. Und zwar ehrenamtlich. 

https://www1.wdr.de/daserste/hartaberfair/videos/video-duerre-felder-brennende-waelder-ist-das-noch-wetter-oder-schon-unsere-zukunft-102.html

https://www1.wdr.de/daserste/hartaberfair/faktencheck/index.html

Demo der Landnutzerverbände vor der Staatskanzlei

Magdeburg  Mehr als 500 Sachsen-Anhalter hatten sich am 8. Januar vor der Staatskanzlei eingefunden, um gegen die Natura 2000-Verordnung zu demonstrieren. 17 Landverbände hatten zu dieser Demo aufgerufen. Und so gesellten sich zu den beiden vor der Staatskanzlei parkenden großen schwarzen Staatskarossen pünktlich um 10:00 Uhr zwei Traktoren, ein Geländewagen und viele Grün- und Rotwesten. Protestiert wurde gegen eine  Verordnung, die 11% der Landesfläche aus der normalen Nutzung nimmt und die mit über 800 Seiten Umfang durchaus als "Bürokratie-Ungetüm" bezeichnet werden kann.

Dank gilt allen Organisatoren, allen Demonstranten und den Vertretern der Medien, die über die berechtigten Forderungen zeitgleich und zeitnah berichteten.

Exemplarisch hierzu unter  https://www.mdr.de/sachsen-anhalt/video-263974_zc-3cab68a5_zs-e4873e5f.html  eingeben: Landwirte und Waldbesitzer demonstrieren gegen "Natura 2000" oder Demo vor der Staatskanzlei. Bericht mit zwei aussagekräftigen Fotos von Marko Litzenberg.

Ein Jahr nach Sturm Friederike - Hilfen vom Land nahe "0"!

Liebe Mitglieder, sehr geehrte Damen und Herren!

Ein Jahr ist nach dem Sturm Friederike vergangen! Wir hatten Sturmschäden, Dürre, Insektenkalamitäten, Eschensterben und ... . Gern wird durch die Landesregierung über die Klimaänderung gesprochen! Wenn es den Wald und die Waldbesitzer betrifft, dann will keiner hinhören und hinsehen! Im Gegenteil, für zusätzliche Lasten aus dem Naturschutz wie Natura 2000, Biber u. a. m. werden keine klare Regelungen für die Waldbesitzer getroffen!

Mit der
Pressemitteilung

wollen wir auf diesen nicht zumutbaren Zustand aufmerksam machen.
Uns bleibt nur dagegen am 8.1. zu demonstrieren!
Weitere Information folgen!

Mit freundlichen Grüßen

Ehlert Natzke

 

Jahreshauptversammlung, Klimakonferenz und Magdeburger Erklärung

Magdeburg Die Zukunft der Bäume und Wälder Sachsen-Anhalts war das Thema des öffentlichen Teils der Jahreshauptversammlung am 21. April in der Festung Mark in Magdeburg. Im vollbesetzten Saal der Festung  Mark konnte Franz Prinz zu Salm-Salm Verbandsmitglieder aus allen Teilen Sachsen-Anhalts, Politikerinnen und Politiker aller im Landtag vertretenen Parteien und Vertreter befreundeter Verbände begrüßen. Innenminister Holger Stahlknecht dankte in seinem Grußwort allen Waldbesitzern für ihre Leistungen und  verwies darauf, dass durch einseitige ideologische Ausrichtung und geforderten Totalschutz viele vom Wald ausgeschlossen werden würden. In der nach den Stürmen momentan äußerst kritischen Situation dürfe sich, so Stahlknecht, die holzverarbeitende Industrie nicht ihrer Verantwortung entziehen.  

Die mangelhafte Vorbereitung auf Katastrophen wie auf das Sturmtief Friederike und die Stürme des Jahres 2017 habe die im Verband organisierten Waldbesitzer dazu veranlasst, so Prinz Salm in seinen Ausführungen "Friederike und andere Unbilden in Sachsen-Anhalt", ihre Forderungen am Tag der Jahreshauptversammlung 2018 in der Magdeburger Erklärung öffentlich zu machen.

Dr. Christopher P.O. Reyer vom Potsdam Institut für Klimaforschung (PIK-Potsdam) und Professor Dr. Hermann Spellmann von der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt Göttingen (NW-FVA) belegten den menschengemachten Klimawandel.  Die Modellbetrachtungen des PIK-Potsdam ergeben bezogen auf die heimischen Baumarten größere Probleme für die Fichte und auch die Buche, weniger große Risiken werden Eiche und Kiefer betreffen. Stürme, Käfer, Feuer und Pilze werden als schnelle Variable zu beachten sein. Nach Prof. Dr. Spellmann verlangt der Klimaschutz tiefgreifende Eingriffe in das Energie- und Wirtschaftssystem, denn der Klimawandel ist da. Forst und Holz, so Spellmann, gehören bei der möglichen Bewältigung des Klimawandels  zu den Guten. Festzustellen ist, dass der Substitutionseffekt größer ist als der Waldspeicher. Es gehe also darum, Holz intelligent zu nutzen. Dabei schneidet das Nadelholz weitaus besser ab als das Laubholz, von dem heute ca. 45 % verbrannt werden. Seine Empfehlung bezogen auf Baumarten: auch Douglasie und Küstentanne nutzen. Bei Laubholzanbau sollte die Roteiche mehr Beachtung finden. In jedem Fall gelte es, den Holzbau nach dem Vorbild Süddeutschlands und Österreichs voranzutreiben. Die Risikosenkung im Wald verlangt weniger Stämme/ha, damit diese mehr Wasser zur Verfügung haben.  Wichtig für die Stabilität sei auch eine rechtzeitige und starke Durchforstung der jüngeren Bestände.

 Hier die Magdeburger Erklärung vom 21. 4. 2018 des Waldbesitzerverbandes Sachsen Anhalt als Download.

PFLANZENSCHUTZ

Magdeburg Eschensterben, Eichenprozessionsspinner, Kieferntriebsterben, Buchdrucker, Kiefernbuschhornblattwespe. "Über die Notwendigkeit des Pflanzenschutzes muss man die Öffentlichkeit aufklären. Wir haben aus diesem Grund einen Infofilm erstellt, um jedem zu verdeutlichen, dass gerade in der heutigen Zeit Pflanzenschutz im Wald eine echte und dringende Notwendigkeit  ist." So Dr. Ehlert Natzke, Geschäftsführer des WBVSachsen-Anhalt.

Film zum Pflanzenschutz/Waldschutz

 

Erheblicher Schaden durch "Die Friedensreiche"

Magdeburg Wer hat sich den Namen für einen Sturm reservieren lassen? Nach Schätzung hat "Friederike" einen Schaden von 1,5 Millionen Festmeter Holz verursacht. Es war der vierte Sturm in den letzten sieben Monaten, der große Bestände unserer Wälder schädigte. Nimmt man allein alle diese Stürme und die Hochwasser zusammen, dann reichen ein paar beruhigende Sätze über Waldumbau nicht mehr aus. Diese Einsicht führte am 26. 01. 2018 zu einem ersten Gespräch im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie (MULE). Vertreter des MULE, des Landeszentrums Wald (LZW), des Landesforstbetriebs (LFB), des Waldbesitzerverbandes und anderer Verbände erarbeiteten einen Maßnahmenkatalog, der zur Anwendung kommen soll. Für unseren Verband Anlass, umgehend nach dem Gespräch eine Rundmail an die Mitglieder zu versenden und die Pressemitteilung zu erstellen.

Link zur PM

25 Jahre AfL Sachsen-Anhalt

Die Arbeitsgemeinschaft forstlicher Lohnunternehmer (AfL) Sachsen-Anhalt e.V. informierte auf dem Landeserntedankfest in Magdeburg vor großer Kulisse über ihre Geschichte und ihr Leistungsspektrum. Eindrücke hiervon und mehr zur AfL sind eingestellt unter

https://youtu.be/_JSHWX-XNzM

 

Forstwirtschaft in Sachsen-Anhalt

Der erste Film der Reihe über Waldbau und Forstwirtschaft in Sachsen-Anhalt konnte auf dem Landeserntedankfest 2017 einem breiten Publikum vorgestellt werden. Weitere Filme sind eingestellt unter www.kulturmd.de > Themen > Forst.

 

Wir stehen früher auf

Unter diesem Slogan hatte unser Fachministerium seinen Internetauftritt modernisiert. Wir wollen den Slogan der früheren Jahre nicht einfach so verschwinden lassen, bitten aber darum, dass er als Aufforderung von uns an die politischen Entscheider im Lande verstanden wird. Es ist schlimmer geworden; denn verstärkt plagen den Waldbauern die Schäden, die der Biber im Wirtschaftswald anrichtet. Festzustellen ist, dass die Biberpopulation Dimensionen angenommen hat, die nicht mehr tragbar sind. Für die Wasser- und Bodenverbände nicht, für die Beitragszahler nicht  und schon gar nicht für den Wald. Der Slogan "Wald natürlich nutzen" wird dort fehlinterpretiert, wo er allen jeden Wald zur natürlichen Nutzung zur Verfügung stellt, nach dem Motto: "Dann mal ran an die Bäume lieber Meister Bockert!" Die Bilder aus den Wirtschaftswäldern unserer Mitglieder machen es deutlich. Die Bilder von Biberschäden.

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Werden Sie Mitglied!

 Als Waldbesitzer können Sie mit Ihrer Mitgliedschaft dazu beitragen Ihre Interessen mit einer starken Gemeinschaft durchzusetzen.

Hier finden Sie alle Unterlagen zu den verschiedenen Möglichkeiten einer Mitgliedschaft. Unsere Satzung sowie die Beitragsordnung sind hier ebenfalls einzusehen.

Versicherungsstelle Deutscher Wald

Wald hat zahlreiche Funktionen. Er ist nachhaltiger Rohstoff- und Energielieferant der Zukunft und Arbeitsplatz, dient dem Klima-, Wasser- und Bodenschutz, ist ein Erholungsraum. Die Versicherungsstelle Deutscher Wald setzt sich mit forstfachlicher Kompetenz intensiv mit Ihren Risiken als Waldbesitzer auseinander und hilft Ihnen, dieses wertvolle Stück Natur und Ihr Vermögen zu schützen.

Unser Dachverband

 

 

Besuchen Sie unseren Dachverband.

Die „AGDW – Die Waldeigentümer“ vertritt die Interessen des Privat- und Kommunalwaldes gegenüber dem Deutschen Bundestag und dem Bundesrat, den Ministerien, der Wirtschaft, der Wissenschaft und auch in Gremien anderer Verbände.