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Mit Traktor und Seilwinde PDF Drucken E-Mail

Ein Beitrag aus der Mitteldeutschen Zeitung vom 4.2.2010

 

In den Revieren Burgkemnitz, Rösa und Gossa bleibt bis zum Frühsommer viel Arbeit, um dem Borkenkäfer zuvorzukommen

VON BÄRBEL HELBIG, 04.02.10, 17:52h, aktualisiert 04.02.10, 22:20h
Holzeinschlag
Fällen, rücken, messen - Benedikt Sedlmayer (links) und seine Mitarbeiter Thomas Herrmann und Frank Mieth (rechts) nutzen jede Stunde für den Holzeinschlag. Die Monate Oktober bis März sind dafür die klassische Zeit. (FOTO: ANDRÉ KEHRER)
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KRINA/MZ. "Ohne Allrad kommen Sie jetzt nicht in den Wald." Benedikt Sedlmayer vom Forstbetrieb Krina macht Anrufern, die jetzt selbst Brennholz einschlagen wollen, wenig Hoffnung. Selbst erfahrene Förster und Waldarbeiter können in diesem Jahr die klassische Zeit des Holzeinschlages nur bedingt nutzen. In den Revieren Burgkemnitz, Eichberg (Rösa) und Gossa macht der Schneebruch den Forstleuten zu schaffen. Vor allem die in Baumkronen hängenden Äste sind gefährlich, sagt Sedlmayer. So müsse man mit einer recht aufwändigen Technik vorgehen: Den Baum anschneiden und mit Seilwinde und Traktor herausziehen.
"Mal hier ein Baum, mal dort ein Baum, da kommt man nicht auf Leistung." Doch bis zum Frühsommer müsse alles geschafft sein, andernfalls habe man den Borkenkäfer in den Beständen. In diesem Winter gibt es aber nicht nur tief in den Wäldern abgebrochene Äste und Kronen, die sich weit nach unten biegen. Auch an Straßen neigt sich mancher Baum in Richtung Fahrbahn. "Wo Gefahr droht, greifen wir ein", versichert Sedlmayer.
Wie viel Kiefern- und anderes Holz bei dabei auch zusammenkommt, der 31-Jährige hofft, dass ein Gutteil des zu Hackschnitzel, Kamin- und Brennholz verarbeiteten Materials in dem seit langem geplanten Holzhof gelagert werden kann. Mit dem Bau der Halle soll im Frühjahr begonnen werden. Nach seiner Fertigstellung wird der Lagerplatz des Forstbetriebes am Ortsausgang von Krina ein neues Bild bieten, ist sich Sedlmayer sicher. Nicht nur das. Er hofft auch, dass er damit noch mehr Kunden gewinnen kann, die die Wärme aus heimischen Wäldern nutzen wollen.
Dafür sieht er jetzt einen günstigen Zeitpunkt. "Nach 20 Jahren müssen sich viele eine neue Heizungsanlage anschaffen." Mit modernen Holzfeuerungsanlagen und Vergaseröfen könne man viel Geld sparen. Wie in seinem Forsthaus. Dort komme er bei den 360 Quadratmetern mit 30 bis 35 Raummeter hin. "Dieses Jahr werden es aber wahrscheinlich 36 oder 37", so Sedlmayer. Das Bewusstsein, in einer Holzregion zu leben, ist nach seinen Begriffen bei vielen Menschen noch unzureichend entwickelt. Um das zu ändern und gemeinsame Interessen besser wahrnehmen zu können, soll im März die Regionalgruppe Anhalt des Waldbesitzerverbandes Sachsen-Anhalt gegründet werden.
 
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