|
Jahreshauptversammlung in Wernigerode |
|
Schwierige Anfahrt - guter Verlauf - und wieder in Wernigerode. Nach dem 9. Kongress der Führungskräfte der Forstbetriebsgemeinschaften (14. - 17. November 2011) trafen sich am 28. April die Waldbesitzer von Sachsen-Anhalt im AudiMax der Hochschule Harz zu ihrer Jahreshauptversammlung. Unter den zahlreichen Gästen die forstpolitischen Sprecher des Landtages Bernhard Daldrup (CDU), Jürgen Barth (SPD) und Harry Czeke (DIE LINKE). Oberbürgermeister Peter Gaffert zeigte in seiner Begrüßungsansprache auf, dass die Verbindung von Wernigerode zum Wald eine enge Verbindung ist. Für die Stadt und auch den Landkreis Harz spielt die multifunktionale Nutzung des Waldes eine große Rolle. Tourismus und Forstwirtschaft gelte es zu vereinen. Dabei müsse auch der wirtschaftliche Aspekt des Waldes angemessen beachtet werden. Und so habe man sich nach allen Vorüberlegungen entschlossen, für die kommende Sitzung des Stadtrates die Mitgliedschaft im Waldbsitzerverband auf die Tagesordnung zu setzen. (Anmerkung: Waldbesitzerportrait "Stadtforst Wernigerode" erscheint in der Juni-Ausgabe der Verbandszeitschrift "Deutscher Waldbesitzer") "Bei den Begriffen Waldwirtschaft und Forstwirtschaft liegt für unseren Verband die Betonung auch auf Wirtschaft. Multifunktionale Nutzung beinhaltet, dass Einnahmen aus mehr bestehen müssen als aus Holzverkauf. Ökosystemdienstleistungen umfassen auch die Dienstleistungen, die unser Wald für Luft und Wasser zur Verfügung stellt." hob Prinz zu Salm-Salm heraus. Und an seine Ausführungen zu den eindrucksvollen Bildern von Kyrill bis zum Schneebruch in der Altmark schloss er die Frage an, wer das denn je gelebt hätte, was Waldbesitzer und Förster da geleistet hätten zur Erhaltung unserer Umwelt. Den Vortrag von Prinz Salm, den Geschäftsbericht und weitere Unterlagen zur Jahreshauptversammlung finden Sie im Bereich Intern (Mitgliederbereich). Dort im Mitglieder Menü unter Dokumente einsehen. Forstminister Dr. Hermann Onko Aeikens begrüßte zu Beginn seiner Ausführungen erfreut auch "meine Kollegen aus allen Fraktionen - mit Ausnahme der Grünen".und verwies auf die Arbeit an der 2. Leitlinie Wald, die in Absprache mit allen Beteiligten zum Jahresende abgeschlossen sein soll. Splitter seiner Ausführungen: "Die Baumartenwahl muss mit Augenmerk und Vernunft geschehen. Stringente Vorschriften sind da unsinnig. - Es kann nicht sein, dass die Kosten der Kalamitäten von der Rente finanziert werden müssen. - Ich wünsche mir auch eine Förderung für Nadelbaumarten. - Der Waldbesitzerverband spricht nicht nur mit den Bäumen. Er spricht auch mit Politikern. Und das ist gut so. - Momentan liegen wir bei 494 000 Hektar Wald in Sachsen-Anhalt. Ich wünsche mir eine 5 vorne." |
|
Massensterben von Eichen befürchtet |
|
Nach einem alten Sprichwort juckt es die stolze deutsche Eiche nicht, wenn sich ein Borstenvieh daran wetzt. Stolz, Standhaftigheit und Vitalität der Eiche sind eben sprichwörtlich. - Gegen ganze Fraßgesellschaften von Schädlingen allerdings ist auch die stolze deutsche Eiche machtlos. Wenn Eichenwickler, Schwammspinner und Prozessionen von Eichenspinnern sich über die Eichenwälder hermachen, dann ist es bald mit der Robustheit vorbei. Das hält auch die Eiche auf Dauer nicht aus.
Vor einem Flächensterben der Eichenwälder in Sachsen-Anhalt warnt der Verband auf einer Veranstaltung in Grabow im Jerichower Land. Lesen Sie dazu den Bericht von Anja Keßler in der Volksstimme.(zum Download) Quelle: http://www.volksstimme.de/nachrichten/lokal/burg/805785_Waldbesitzer-warnen-vor-Flaechensterben-von-ueber-hundertjaehrigen-Eichen.html Nach Berichten der Regionalpresse Niedersachsen vom 25. April werden die Landesforsten dort auf 700 ha gegen die Fraßgesellschaften mit Hubschraubereinsatz vorgehen. Dies ist der erste Einsatz dieser Art seit 20 Jahren. Wasserflächen und Naherholungsgebiete bleiben von der Befliegung ausgenommen. Alle beflogenen Flächen werden für 48 Stunden gesperrt. Die Aktion soll Anfang Mai beendet sein. |
|
Klimagipfel 2012 Sachsen-Anhalt |
|
Als Bürgermeister der "Stadt zwischen den Wäldern" begrüßte Norbert Eichler die Teilnehmer am Klimagipfel im Haus des Waldes in Hundisburg. Für die Stadt Haldensleben, die mit Wernigerode zu den größten kommunalen Waldeigentümern in Sachsen-Anhalt gehört, sei der Wald heute mehr als Naherholungsgebiet. Eichler wies auf den langen Atem hin, den es braucht in der nachhaltigen Waldwirtschaft. Damit sprach Eichler das an, was im Verlauf der Tagung auch von anderen Referenten herausgestellt wurde: die Nachhaltigkeit im notwendigen Waldbau und die Warnung vor Aktionismus. Mit der Warnung vor reinem Aktionismus schloss Professor Dr. Hermann Spellmann sein Referat. Er stellte heraus, dass die Wälder im Zeichen des Klimawandels wichtige Kohlenstoffspeicher sind. Zusätzlich sind Holzprodukte Kohlenstoffspeicher. Weitere wichtige Erkenntnisse und Forderungen: die Substitution fossiler Energieträger durch Holzprodukte, die Substitution energieintensiv produzierter Roh- und Baustoffe durch Holzprodukte und die Vermeidung von Holzimporten jeder Art aus Ländern, die nicht nachhaltig im und mit dem Wald wirtschaften. Nach Spellmann überzeugt das Szenario des naturnahen Waldbaus. Es hält Kohlenstoffvorräte im Wald nachhaltig auf einem hohen Niveau und erhöht zusätzlich die Senkenleistung im Produktpool. Dass das nicht umsonst zu haben ist, wurde im Referat "Kosten des Klimawandels im Wald" verdeutlicht. "Denn Klima ist für unsere Wälder und die Baumarten ein entscheidender Standortfaktor", so der Leiter des Landesforstbetriebs Bernd Dost. Klimatische Veränderungen müssen beachtet werden, da Baumarten und Waldgesellschaften unterschiedliche Ansprüche an das Klima haben. Und an die Klimaveränderungen muss sich der Waldbau anpassen. Dost nannte als Ziele für den Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt: Stabilisierung der vorhandenen Bestockung. Erhöhung der Einzelbaumvitalität durch konsequente Bestandspflege. Risikominimierung durch Vorratssteuerung, Forstschutz und angepasste Wildbestände für mögliche Naturverjüngung. Waldumbau durch Vermehrung von Mischbeständen. Die Duldung und Integrierung von "Ausländern". Waldbau ohne Ideologie und ohne Aktionismus. Dies zu begleiten geht nur mit intakten Verwaltungsstrukturen. Arbeitsfähige Verwaltungsstrukturen vorzuhalten sei eindeutig notwendige und zu erledigende Aufgabe des Landes. Hier sei die Landespolitik gefordert. Flankierende und unterstützende Maßnahmen in der Verwaltung sind unabdingbar bei der Bewältigung der Herausforderungen des Klimawandels, so Prinz Salm für den Verband. Alle Vorträge sind einzusehen unter http://www.sachsen-anhalt.de/index.php?id=53309 |
|
Gespräch mit Landtagsabgeordneten BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN |
|
Um mögliche Gemeinsamkeiten der Forst- und Waldpolitik und der ländlichen Räume ging es beim ersten Treffen mit Dietmar Weihrich (Vorsitzender des Umweltausschusses) und Dorothea Frederking (Sprecherin BÜNDIS 90/DIE GRÜNEN für Energiepolitik) im Landtag. Nach den Vorstellungen der aktuellen Probleme des Verbandes durch Franz Prinz zu Salm-Salm wurden bei mehreren Problemfeldern gemeinsame Ansätze zur möglichen Lösung gefunden: - Unterstützung des Kleinprivatwaldes, insbesondere beim Ausgleich der Strukturnachteile.
- Verbesserung der Transparenz zu den FFH-Gebieten in Sachsen-Anhalt.
- Unterstützung der Walbesitzer bei den notwendigen Anpassungen - auch bezogen auf die Baumartenwahl - zur Klimaveränderung.
- Unterstützung bei der Begegnung und bei den Folgen von Kalamitäten im Wald.
- Gewährleistung von angemessenen und nachvollziehbaren Beiträgen zur Berufsgenossenschaft.
- EU-gerechte Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie und Festlegung von angemessenen und nachvollziehbaren Beiträgen für die Wasser- und Bodenverbände.
- Förderung des regionalen Holzhandels und der Holzverarbeitung mit dem Ziel der Wertschöpfung in der Region.
An dem Gedankenaustausch nahmen vom Verband Wilhelm von Carlowitz und Dr. Ehlert Natzke teil. |
|
Weihnachtsbaum aus Sachsen-Anhalt für das Kanzleramt |
|
Schweres Gerät musste in das Revier Altenbrak im Harz, um den Weihnachtsbaum für das Kanzleramt zu bergen. Und schweres Gerät wurde auch beim Aufstellen des Baumes in Berlin benötigt. Am 24. November fand die offizielle Übergabe auf dem Ehrenhof des Kanzleramtes statt. Unser Bid zeigt die Kanzlerin im Kreis der Sachsen-Anhaltiner.
|
|
Waldbau im Harz nach Kyrill |
|
Was wäre der Harz nach Kyrill ohne den Waldbau? Welche Ansprüche stellt der Waldbau an den Charakter des Menschen? Begeben wir uns auf eine kurze aber eindrucksvolle Reise in den Ostharz. Dort treffen Sie Cornelius Meyer Stork. Folgen Sie dem Link und und klicken Sie dann auf das Video "Nach dem Sturm". http://lexi-tv.de/themen_phaenomene/wirbelsturm |
|
"Waldstrategie 2020 in Sachsen-Anhalt" übergeben |
|
(Wernigerode, 27. 05. 2011) Während der 76. Umweltministerkonferenz ging es vor allem um den Ausstieg aus der Atomenergie. Für den Verband ging es auch und ganz konkret um den Wald. Und so wurde die vom Landesbeirat beschlossene "Waldstrategie 2020 in Sachsen-Anhalt" am Rande der Konferenz den Landesministern und dem Bundesminister übergeben.
Hier können Sie das Strategiepapier lesen. (PDF Reader wird benötigt)
Lesen Sie dazu auch den Artikel: http://forstpraxis.de/erfolgreiche-initiative-waldbesitzerverbandes-sachsen-anhalt (Magdeburg, 15. 06. 2011) Positiv auf die Übergabe reagierte Minister Dr. Aeikens. Mit dem Dank für das Zeichen, das von der Strategie und von der Übergabe ausgegangen sei, bezeichnete er beides als guten Anstoß für die Umweltminister der Länder und den Bundesumweltminister, "über die Nutzungskonkurrenzen für Wald und Holz im Sinne der Zukunftssicherung noch einmal nachzudenken." |
|
Waldbesitzerverband Sachsen-Anhalt |
| | Der Waldbesitzerverband hat nach seiner Satzung den Zweck, die berufsständischen, rechtlichen und forstpolitischen Interessen des privaten, kommunalen und kirchlichen Waldbesitzes in Sachsen-Anhalt zu vertreten. Das geschieht insbesondere durch die Vertretung der Interessen der Mitglieder gegenüber den gesetzgebenden Körperschaften, politischen Parteien, Behörden, der Wirtschaft, der Medien und der gesamten Öffentlichkeit. Durch seine Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) wirkt der Verband an der Gestaltung bundespolitischer Themen mit! | | | | | |
|
weiter …
|
|